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Kreditwürdigkeit: Wie gut ist Ihre Bonität?

Staffel 2021 – Folge 9
Die persönliche Bonität entscheidet vieles. Zum Beispiel ob Sie eine Mietwohnung erhalten oder nicht. Ob Sie im Internet per Rechnung bezahlen dürfen oder nur Vorauskasse anwählen können, und sie bestimmt auch die Höhe des Zinssatzes bei einem Hypothekenabschluss. Wie sieht Ihre persönliche Bonität aus? Haben Sie dies schon einmal nachgeprüft? Machen Sie dies gleich hier, zusammen mit Money.
Erstausstrahlung:

Bonitäts-Check oder Bonitätsprüfung – was bedeutet das?

Werden Kredit, Leasing oder Kreditkarte beantragt, wird zuvor eine Bonitätsprüfung durchgeführt. Damit stellen Banken sicher, dass der Kreditnehmer die Verpflichtung zurückzahlen kann, eine Überschuldung des Kreditnehmers vermieden und das Ausfallrisiko für Kreditgeber verringert wird. Auch weitere Stellen fragen ab, wie es um die Bonität von Privatpersonen und Firmen bestellt ist.

Die Bonität einer Person spiegelt wider, wie wahrscheinlich es ist, dass sie ihren finanziellen Verbindlichkeiten nachkommen kann und wird. Dabei werden sowohl die wirtschaftliche Situation als auch die vermutete Zahlungswilligkeit der Person betrachtet. Banken prüfen deshalb Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit ihrer Kunden.

Kreditfähigkeit: Kann der Kunde bezahlen?

Die Kreditfähigkeit umfasst die Frage, ob ein Kunde in der Lage ist, einen Kredit zurückzuzahlen. Dabei wird das Budget des Kunden unter die Lupe genommen: Verdient er genug für die gewünschte Kredithöhe?

Die Mindestanforderungen für die Kreditfähigkeitsprüfung sind gesetzlich festgelegt. So muss der Kreditnehmer volljährig sein und den Kredit innert 36 Monaten inklusive Zinsen zurückzahlen können. Massgebend ist dabei das frei verfügbare Einkommen, das dem nicht pfändbaren Einkommen gemäss Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz sowie kantonalen Richtlinien entspricht. Konkret: der Nettolohn abzüglich verschiedener Ausgaben.

Die Vorgaben zur standardisierten Budgetberechnung sind im Konsumkreditgesetz (KKG) definiert und müssen von Banken angewendet werden. Ihren eigenen Finanzierungsspielraum können Sie auch schnell und einfach mit dem Kreditrahmenrechner von comparis.ch berechnen.

Kreditwürdigkeit: Wird der Kunde bezahlen?

Die Kreditwürdigkeit beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kunde einen Kredit zurückzahlt. Dazu wird die finanzielle Vertrauenswürdigkeit des Kunden betrachtet. Dies umfasst das Zahlungsverhalten in der Vergangenheit, offene Verbindlichkeiten und allfällige negative Ereignisse wie Betreibungen oder Inkassomassnahmen. Umgekehrt können Sie mit der Pflege dieser Faktoren Ihre Kreditwürdigkeit mittelfristig verbessern. Daneben werden statistisch auffällige Risikofaktoren wie Alter, Nationalität, Aufenthaltsstatus, Wohnort oder Häufigkeit von Wohnorts- und Arbeitsplatzwechseln berücksichtigt.

Diese Auskünfte holen Kreditbanken bei Bonitätsdatenbanken, der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK), Betreibungsämtern und Einwohnerkontrollen ein. Ihre Chancen und Konditionen, einen Kredit zu erhalten, werden somit von diesen Daten beeinflusst.

In der Schweiz gibt es vier Auskunfteien, die Bonitätsdaten sammeln und anbieten: CRIF, Intrum Justitia, Bisnode und Creditreform. Diese werden nicht nur für die Vergabe von Krediten abgefragt: Bei der Online-Bestellung von Waren auf Rechnung, beim Abschluss von Handy-Verträgen oder auch bei der Vergabe von Mietwohnungen haben Firmen und seltener auch Privatpersonen Interesse daran, Ihren Bonitätsscore zu überprüfen. Der Sammlung dieser Daten müssen Sie nicht zustimmen. Die Datenbanken müssen sich jedoch an das Datenschutzgesetz halten. Wer Auskunft verlangt, muss an Ihren Daten ein berechtigtes Interesse – beispielsweise durch eine Kreditanfrage – belegen können.

Wie gut ist Ihre Bonität?

Das Vergleichsportal Comparis bietet in Zusammenarbeit mit CRIF AG eine kostenlose Bonitätsauskunft an, die man auch mit dem Handy rasch abfragen kann: Bonitätsauskunft.

Neben CRIF AG gibt es in der Schweiz noch drei weitere grosse Auskunfteien: INTRUM, Creditreform und Bisnode. Gemäss Datenschutzgesetz hat jede Person – unabhängig von Alter, Wohnsitz und Nationalität – das Recht, vom Inhaber einer Datensammlung Auskunft darüber zu erhalten, was dort über sie gespeichert ist. Im Fachjargon wird die Erteilung dieser personenbezogenen Informationen «Selbstauskunft» genannt. Comparis unterstützt Sie bei der Einholung Ihrer Selbstauskunft: Selbstauskunft anfordern.

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