NewsDeutsche Fernsehserie «Lindenstrasse» wird eingestellt
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Deutsche Fernsehserie «Lindenstrasse» wird eingestellt

Lindenstrasse
Scheidungen, Krankheiten, Eifersucht und Mordkomplotte - einer, der keine Folge der Lindenstrasse verpasst hat, ist Markus Rickli. Tele M1 hat 1997 den damals 22-jährigen Mega-Fan nach Köln begleitet.
Publiziert am Fr 16. Nov 2018 15:43 Uhr

Es ist das Aus für eine Institution im deutschen Fernsehen: Die Kultserie «Lindenstrasse» soll nach 34 Jahren im März 2020 zum letzten Mal zu sehen sein. Ein Grund sind die Kosten.
Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD habe sich mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrags entschieden, teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Freitag in Köln mit.
Die «Lindenstrasse» sei eine Ikone im deutschen Fernsehen, sagte der Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehens, Volker Herres. «Doch wir müssen nüchtern und mit Bedauern feststellen: Das Zuschauerinteresse und unsere unvermeidbaren Sparzwänge sind nicht vereinbar mit den Produktionskosten für eine solch hochwertige Serie.»
Die Lindenstrasse läuft seit 1985 wöchentlich. Hunderte Schauspieler und Zehntausende Komparsen waren bisher zu sehen. Die Aussenkulisse der «Lindenstrasse» ist 150 Meter lang und befindet sich auf dem WDR-Gelände in Köln-Bocklemünd. Für die Dreharbeiten stehen ständig 100'000 Requisiten zur Verfügung.
WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn sagte: «So sehr der Abschied auch schmerzt, können doch alle Beteiligten sehr stolz sein, denn sie haben mit der ‹Lindenstrasse› geschafft, was keiner anderen deutschen Serie gelungen ist: über Generationen hinweg mitten aus dem Alltag der Menschen heraus grosse gesellschaftliche und politische Themen abzubilden.»
Die Serie wurde von Hans W. Geissendörfer erfunden und wird inzwischen von dessen Tochter Hana betreut. Die Serie sorgte gerade in ihren Anfangsjahren immer wieder für öffentliche Debatten, etwa durch das Thematisieren von Homosexualität (sda).

    #Lindenstrasse#Markus Rickli
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