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Urknall und Fötzeliräge: Die Luzerner Fasnacht ist eröffnet
Tausende Fasnächtlerinnen und Fasnächtler waren gegen 5 Uhr vom Bahnhof über die Seebrücke zum Schwanen- und Kapellplatz geströmt. Dort eröffnet die frühere Krämerszunft zu Safran jeweils am Schmutzigen Donnerstag die Fasnacht. Viele der Frühaufsteherinnen und -steher waren mit Extrabussen und -zügen nach Luzern gelangt.
Die Polizei schätzte, dass sich wie im Vorjahr rund 25'000 Personen wegen der Tagwache in der Altstadt aufhielten. Nennenswerte Zwischenfälle habe es keine gegeben, es habe eine ausgelassene und friedliche Stimmung geherrscht, sagte Mediensprecher Yanik Probst.
Die ganze Tagwache nochmals anschauen:
Die Tagwache lief nach einem genauen Drehbuch ab. Die Strassenbeleuchtung wurde ausgeschaltet, dann näherte sich auf dem See der hell beleuchtete Nauen mit Bruder Fritschi, der sagenumwobenen Figur der Luzerner Fasnacht, sowie Stephan Hug, dem Zunftmeister und Fritschivater an Bord. Kurz bevor das Schiff beim Schwanenplatz anlegte, ertönte über dem Seebecken ein Knall, der von einem kleinen Feuerwerk begleitet wurde. Dieser Urknall brach auch dieses Jahr alle Dämme. Die Menge jubelte, die Guuggenmusigen begannen zu schränzen.
«Fötzeliregen» auf dem Kapellplatz
Bruder Fritschi und sein Gefolge bahnten sich dann den Weg zum benachbarten Kapellplatz, wo er eine um den Fritschibrunnen aufgebaute Bühne bestieg. Dann ergoss sich ein «Fötzeliregen» über die Menge. Die Guggenmusigen strömten in die mit Poller und Abschrankungen gut gesicherte Altstadt aus. Schon bald waren an den notorischen Fasnachthotspots, etwa unter der Egg oder am Rosengartenplatz, erste Konzerte zu hören, welche die Frühaufsteherinnen und -aufsteher in eine erste Trance versetzten. Auch die Imbissstände nahmen bereits ihren Betrieb auf.
Die Fasnacht in Luzern dauert noch bis in die Nacht auf den Aschermittwoch. Am Schmutzigen Donnerstag und Güdismontag ziehen grosse Umzüge durch die Stadt, am Monstercorso vom Dienstagabend werden die Guggenmusigen einen letzten grossen Auftritt haben.